Einfach "tschusto"
Dass es Gerhard Kohlgruber mal als feste Größe ins italienische Fernsehen schaffen würde, hätte der Pfalzner selbst wohl am wenigsten für möglich gehalten. Und schon gar nicht, dass ihm sein Lampenfieber dabei auch noch behilflich sein würde. Dabei wollte er als Kandidat bei „scomettiamo che…?“, dem italienischen Gegenstück von „Wetten dass…?“, einfach nur eine Wette erfolgreich über die Bühne bringen. 19 Jahre und über 800 Auftritte später, ist der Pusterer nach wie vor bescheiden geblieben und winkt auch gleich ab, als man ihn als einen der bekanntesten Südtiroler bezeichnen will.
Da gebe es ganz andere Größen, wie den Luis, unseren Landeshauptmann, „der ein Genie in der Politik ist“, oder die vielen tollen Sportler unseres Landes. Die Lorbeeren für sein Tun lässt er lieber andere ernten. „Mister Tschusto“ sieht sich ohnehin nur als kleines Rädchen der italienischen Comedyszene. Seine Fans sehen das anders und die hat der Pusterer Comedyexport in allen Herren Ländern. Im „realen“ Leben ist Gerhard Kohlgruber Gastwirt und das mit Leib und Seele. „Meine Arbeit in der Gastronomie empfinde ich als Unterhaltung, deshalb ist sie für mich auch keine Last.“ Aber auch ein Comedian kann nicht nur gute Tage haben; der Gast dürfe das aber niemals spüren: „Der Gast macht Urlaub und auch wenn ich mal einen schlechten Tag habe, so muss ich das verdrängen und trotzdem freundlich zu ihm sein. Qualitätstourismus heißt für mich, mit dem Gast reden und ihn nicht einfach nur eine Nummer sein lassen.“
Mit Südtirol 1 Moderator Daniel Winkler hat sich der Pusterer zum Frühstück getroffen und dabei nicht nur über seine Wetten bei „scomettiamo che…?“ erzählt, sondern unter anderem auch davon, wie aus dem Südtiroler Gastronomen Italiens „Mister Tschusto“ wurde. Interessiert? Einfach reinhören, am Sonntag von 10 – 12 Uhr bei Feuer und Flamme auf Südtirol 1.
Quelle: Sonntagszeitung "Z" am 01. August










