Edmund Stoiber bei mir zum Frühstück!
„Den Dingen auf den Grund gehen, wissen wovon man spricht und deshalb die Akten genau studieren“, das sind für Edmund Stoiber Voraussetzungen, die jeder Politiker mitbringen sollte. Der gebürtige Bayer weiß wovon er spricht. Ist er doch mittlerweile ein alter Hase in diesem Geschäft. 2002 wäre er beinahe zum Bundeskanzler gewählt worden - nur knapp 6.000 Stimmen fehlten ihm zum Sieg.
Bei 60.000.000 Wählern eine knappe Niederlage. „Das war ein Wechselbad der Gefühle. Auch deshalb, weil es zwischenzeitlich hieß, dass ich die Wahl gewonnen hätte. Aber knapp daneben, ist auch vorbei“, zieht Bayerns ehemaliger Ministerpräsident heute Bilanz. Dass Politik ein aufreibender und anstrengender Job ist, sei vielen nicht bewusst. „Manche sehen nur die Präsentationen. Aber Politik ist viel mehr; man muss sich mit unendlich vielen Interessengegensätzen auseinandersetzen und man hat mit unzähligen Menschen und Themen zu tun. Zudem muss man sich vielen faszinierenden und anspruchsvollen Fragen stellen – über die Gerechtigkeit dieser Welt bis hin zur Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder.“ Dass bei solch einem Job die Familie schon mal in den Hintergrund rückt, ist unschwer zu verstehen. Deshalb hat sich Edmund Stoiber mittlerweile aus der aktiven Politik zurückgezogen. „Ich werde aber immer ein politischer Mensch bleiben, der den einen oder anderen Beitrag leistet. Jeder Abschnitt hat seine Faszination; heute habe ich die Möglichkeit, Zeit mit meinen Enkeln zu verbringen. Bei meinen Kindern fehlte mir diese Zeit, “ zieht der Bayer ein Resümee. Die Zeit für ein Sonntagsfrühstück nahm er sich gerne, ist er doch ein großer Südtirolliebhaber und sehr guter Freund unseres Landeshauptmannes Luis Durnwalder.
Mit Südtirol 1 Moderator Daniel Winkler plauderte er deshalb nicht nur über sein politisches Wirken, sondern auch über seine Liebe zum Fußball und seinem letzten Südtirol-Urlaub Anfang des Jahres am Karersee: „Bei euch ist es einfach traumhaft schön“. Interessiert? Das vollständige Interview gibt’s am Sonntag bei Feuer und Flamme von 10 – 12 Uhr auf Südtirol 1.
Quelle: Sonntagszeitung Zett am 05. September 2010










